Horn Kerner AOC Aargau 2019 - Hauksson Weine

Horn Kerner AOC Aargau 2019 - Hauksson Weine

Kerner

12 %
unbedingt aus grossen Gläsern und nicht zu kühl geniessen
jetzt bis 2026

orientalischer Küche, Kräuterrisotto, Pestogerichte, Muscheln, Saltimbocca, Weichkäse

8 Tage Maischegärung, 3 Monate Ausbau in Akazienholz
Flaschengrösse: 0.75 l
mehr als  21  vorrätig, sofort lieferbar
SFr. 25.00

Orange Wine - die vierte Weinfarbe

Orange Wine ist seit einigen Jahren ein Trendbegriff in der Weinwelt und umschreibt Weissweine, welche wie Rotweine gekeltert und auf der Maische vergoren wurden. Der Kerner aus der Lage Horn wird genauso vinifiziert und einmal mehr überrascht Hoss Hauksson mit seinem unkonventionellen und besonderen Weinstil.

Ungeschönt und unfiltriert kommt der Wein ins Glas und zeigt sich in trübem, milchigem Gelb. Anfänglich bleibt die Nase noch etwas verhalten, der Wein verträgt definitiv Luft, ja darf sogar karaffiert werden. Nach und nach öffnet sich dann das Aromenbouquet und begeistert mit leicht blumigen Noten und Anflügen von reifem Apfel, dazu deutlich Kümmel, Orangenblüte und sogar Lakritze. Extrem spannend!

Am Gaumen meistert er den spannenden Spagat zwischen gelungener Säure und schönem, cremigen Schmelz und macht ständig Lust auf den nächsten Schluck. Die Gerbstoffe sind präsent, aber schön eingebunden. Toll strukturiert, saftig, trinkig, zeigt Energie und macht richtig Spass zum Entdecken.

Wir finden: Toll gemacht! Ein spannender Speisebegleiter zu Muscheln, Krustentieren, Kräuterrisotto, Saltimbocca aber auch Weichkäse und orientalischer Küche.

So schmeckt der Horn Kerner

Leicht
Kräftig
Fein
Tanninhaltig
Trocken
Süss
Weich
Säurebetont
Hauksson Weine
Hoss Hauksson - der einzige Isländische Winzer der Welt
Hoss Hauksson, geboren in Reykjavik, wohnt seit acht Jahren in Hünenberg See und baut im Aargau sowie im Tessin Wein an. Und ist nebenbei der einzige isländische Winemaker der Welt. Noch bis vor zwei Jahren hatte er beruflich aber mehr mit Zahlen statt Trauben zu tun.
Ein Mathematik-Studium in Kalifornien, ein Job in London, Tätigkeiten bei der Investmentbank Goldman Sachs und der Zürcher Kantonalbank sowie beim Finanzunternehmen Tulos Capital AG in Baar – Hoss Hauksson hat in seiner beruflichen Laufbahn schon viel gemacht, nicht aber etwas Handwerkliches. Das änderte er Anfang 2017 und wurde Winzer.
Die Etikette zeigt bereits, dass hier jemand aus dem Norden am Werk war. Auf den Weinen von Hoss Hauksson ist eine Wikinger-Rune abgebildet. Sie symbolisiert das Schliessen von Freundschaften, oder, noch etwas romantischer, wie man(n) die Liebe einer Frau gewinnt. Das alte Schriftzeichen zeigt auch die Freude, mit der sich der 49-Jährige dem Weinbau widmet.
Seine Reben in Remigen und Döttingen im Aargau sind mit Pinot Noir, Kerner, Rheinriesling, Chardonnay, Blaufränkisch, Malbec, Pinot Gris und Sauvignon Blanc bestockt. Die Rebstöcke sind mehrheitlich zwischen 20 und 40 Jahre alt und befinden sich in ihrer perfekten Blütezeit.
Eine weitere Parzelle befindet sich in Godemo im Tessin in einem steilen Südhang direkt unter dem Dorfkern, der mit Merlot und Cabernet Franc bestockt ist. Die Reben wurden kontinuierlich erneuert, wobei die ältesten bereits über 100 Jahre alt sind.
Hoss Hauksson produziert Pinot Noir und andere Rote, vor allem aber eine breite Palette Weissweine. Das Besondere dabei: Fast alle Weissen sind «orange» gekeltert, also mit langen Maischestandzeiten. «Sie werden so vielschichtiger, komplexer - kurz die interessanteren Weine. Ganz saubere Orange Wines, das ist mein Ziel. Oxydativer Ausbau oder flüchtige Säure sind nicht Teil des Programms. Ich will schlicht und einfach guten Wein.» Dass dafür nur biodynamische Rebarbeit in Frage kommt, versteht sich von selbst. «Erstens tut das dem Wein gut. Zweitens auch der Umwelt. Und nicht zuletzt: In zehn Jahren werden wir ohnehin alle Bio sein.»
Hoss Hauksson interessiert sich für vieles. Etwa für den Einfluss der Mikroorganismen auf die Stoffe, die am Ende im Wein sind. «Alle reden immer nur von Böden und Gestein, aber die Mikroflora ist auch Terroir. Um diese Mikroflora zu fördern, werden Schafe ganzjährig in den Rebberg integriert. Es handelt sich um Ouessant-Schafe, die kleinste Rasse der Welt. Ursprünglich haben die Wikinger sie nach der Insel Ouessant in der Bretagne gebracht - jetzt holen die Wikinger sie zurück», fügt Hauksson lächelnd an.
Zuletzt angesehen
Clear All