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Chianti Classico Riserva 2016 - Poggio Bonelli - MeineWeine.ch

Chianti Classico Riserva DOCG 2016

Sangiovese

14 %
16-18 °C
mindestens 10 Jahre lagerfähig

Tagliata di manzo, Wildpfeffer, Grilladen, toskanische Küche

21-monatiger Ausbau in französischen Eichenholzfässern, anschliessend 3 Monate Reifung in der Flasche
Flaschengrösse: 75 cl
lm Weinlager vorrätig, sofort lieferbar
SFr. 29.90

Perfektion in der Flasche

Wer kennt ihn nicht, den beliebtesten Rotwein Italiens? Der Chianti gehört zweifelsohne zum Italienbild wie die Schoggi zur Schweiz und geniesst rund um den Globus hohes Ansehen, steht er doch für den Inbegriff von Italianità schlechthin.

Wir selbst waren lange auf der Suche. Auf der Suche nach einem Chianti Riserva, welcher unseren Ansprüchen gerecht wurde. Denn obwohl berühmt, ist der Ruf des Chianti leider nicht immer der Beste - viele der Weine verschwinden in grossen Massenabfüllungen. Poggio Bonelli hingegen ist ein sehr bekannter Erzeuger für guten Chianti.

Dass sich ein Riserva von einem Chianti Classico punkto Qualität nochmals abheben sollte, ist klar. Bereits der kleine Bruder hat uns überzeugt, aber unser Riserva hier legt nochmals ordentlich einen drauf. Dieser Wein ist nichts für Beckenrandschwimmer.

Unser erster Eindruck: boah, das ist ein Kerl von Wein! In der Nase Kirsche, Johannisbeere, etwas Räucherfleisch, dann die bekannte nasse rote Erde, das schwitzende Terroir der Toscana. Was sagt die Nase noch? Da sind ein paar Pilze, die nach einem Regen sprießen, etwas Laub und wieder eine satte rote Beere mit leicht säuerlichem Anklang.

Im Mund zeigt er sich extrem gewichtig mit ungezähmter Frucht – allen voran Pflaume und etwas Cassis. Dann kommen aber ein paar zupackende Tannine um die Ecke. Logisch, immerhin lag der Wein reifte dieses Monument von Wein fast drei Jahre im Fass. Frische Säure umspült das Aroma-Rodeo. Im Abgang zarte Süßlichkeit. Wo bleibt mein Bistecca Fiorentina?

Dekantieren Sie diesen edlen Tropfen eine Stunde vor dem Trinkgenuss. Und dann? Am Kamin trinken, zu Wildbraten mit Portweinsauce, Pferde-Mostbröckli und/oder der danach folgenden Havanna-Zigarre. Semplicemente fantastico!

Poggio Bonelli

Bereits im 16. Jahrhundert wurde im Weingut Poggio Bonelli im äußersten Süden des Chianti Classico begonnen, Wein anzubauen. Das Anwesen war im Laufe der Jahrhunderte im Besitz verschiedener Siener Adelsfamilien. Zunächst wurde es von der Familie Spennali bewohnt. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderte gehörte das Gut dann der prominenten Familie Piccolomini.

Später ging das Anwesen an die Familie Landucci über. Sie bewirtschaftete das Gut zunächst allein, später mit Hilfe der Familie Croci bis weit ins 20. Jahrhundert hinein. Im Jahre 1950 nahm dann das Gut Poggio Bonelli die Produktion auf. 35 Jahre später wurde das rund 810 Hektar große Landgut an MPS Tenimenti, der Landwirtschaftstochter der Monte dei Paschi di Siena, der ältesten noch existierenden Bank der Welt, verkauft.

Das Weingut Poggio Bonelli erzeugt heute neben edlen Tropfen sehr hoher Qualität aus den Früchten von 8.000 Olivenbäumen auch Speiseöl der Extra-Vergine-Klasse. Obendrein unterhält es einen Agriturismo-Betrieb. Die Rebhügel erstrecken sich auf einer Fläche von 83 Hektar in der Nähe von Castelnuovo Berardenga. Dort finden die Weine zu besonderer Fülle und Kraft. Die nach Süden und Südwesten gelegenen Anbauflächen sind mit Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Merlot bestockt. Die Beeren werden nach der Lese streng selektiert. Die aus dem Erdzeitalter Pliozän stammenden Böden bestehen aus tonreichem Tuff und sind reich an Sand.

Vor einigen Jahren wurde die Umstrukturierung im Weinberg und in der Kellerei abgeschlossen. Es wurden Rebhügel neu angelegt und alte Holzfässer komplett ausgetauscht. Die Produktion wurde auf nur wenige Etiketten gestrafft. Die Weine von Poggio Bonelli werden heute in temperaturkontrollierten Edelstahltanks vinifiziert und später vorwiegend in kleinen Fässern aus französischer Eiche ausgebaut, bevor sie in der Flasche verfeinert werden.

Seit 1999 ist der Star-Önologe Carlo Ferrini an Bord. Er wacht gemeinsam mit Leonardo Pini aufmerksam über die Produktion.