G mischtersatz Kommende Hitzkirch AOC 2018

G mischtersatz Kommende Hitzkirch AOC 2018

70% Riesling, 30% Grüner Veltliner

10-12 °C
bis zu 3 Jahre lagerfähig

Asiatischen Gerichten, Fisch vom Grill, Fritto Misto

Die Trauben für den G'mischtersatz stammen alle aus der selben Parzelle, werden unabhängig von deren Reife am selben Stichtag geernet und gemeinsam gepresst und vergoren. Ausgebaut wird der Wein in Edelstahltanks.
75 cl
lm Weinlager vorrätig, sofort lieferbar
SFr. 22.90

Ein Klassiker neu aufgelegt

Lange bevor man es sich leisten konnte, rebsortenreine Weine zu keltern und Cuvées aus unterschiedlichen, zuvor einzeln ausgebauten Weinen zu verschneiden, da stand auf fast allen Weinbergen der „Gemischte Satz“.

Man wollte (und musste) das Risiko minimieren, dass bestimmte Rebsorten in bestimmten Jahren einfach nicht reif oder gar das Opfer von fiesen Krankheiten oder Schädlingen wurden. Wein war Grundnahrungsmittel und kein Lifestylegetränk und Statussymbol wie heutzutage – man konnte sich keine Totalausfälle erlauben. Deshalb pflanzte man in ein und dieselbe Parzelle eines Weinberges mehrere Rebsorten, mischte eifrig robuste mit empfindlicheren aber edleren und früher mit später reifenden Reben. Irgendetwas würde schon durchkommen und den überlebensnotwendigen Ertrag sichern...

Dieses bunte Chaos verschiedener Sorten wurde dann auch zusammen an einem Stichtag gelesen und vergoren. Man ging davon aus, dass der Durchschnitt unterschiedlicher Qualitäten ausreichte, um einen trinkbaren Wein zu produzieren – wobei die Vorstellung von „trinkbar“ vor zwei-, dreihundert Jahren recht deutlich von der heutigen abgewichen sein dürfte. Heute hat sich der Gemischte Satz vor allem in der österreichischen Weinbauregion Wien und in der Steiermark (dort unter der Bezeichnung Mischsatz) gehalten und gilt als Spezialität.

Für den G'mischtersatz aus der Lage "Kommende Hitzkirch" hat sich Mathias Brunner genau diese Art der Weinbereitung als Vorbild genommen und zaubert uns einen vielschichtigen Tropfen mit einzigartiger Stilistik ins Glas. Noch bis vor ein paar Jahren wären die meisten Weine dieser Art es sicherlich nicht wert gewesen, doch unser moderner G'mischtersatz ist da ganz anders - ein durch und durch seriöser Wein mit allerhand Charme.

Er ist ebenso füllig und cremig wie er schlank und spritzig ist. Das klingt verrückt, ist aber so! So etwas kann wahrscheinlich nur ein „Gemischter Satz“. Seine Fruchtaromatik ist eindeutig exotisch zu nennen. Wir schmecken Sternfrucht und Maracuja, etwas Quitte und Aprikose. Dennoch kommt nicht der Hauch von Überseekitsch auf, denn er verfügt über eine ebenso feine wie tiefgründige Mineralität.

Auch die Säure hat keinen Urlaub, sie hält ihn trotz aller Dichte immer auf der frischen Seite. Kurzum und ohne noch mehr Verkostungsgeschwätz: das ist ein Hammerwein, den man getrunken haben muss – besonders wenn man den Begriff „Gemischter Satz“ bislang eher mit dem Tennisspiel in Verbindung gebracht hat.

Brunner Weinmanufaktur

Mathias Brunner, gelernter Winzer und ausgebildeter Önologe begann im 2007 den Rebberg hinter der Kommende in Hitzkirch/LU zu beleben, der beinahe hundert Jahre brach gelegen hatte. In Hitzkirch befindet sich auch der Firmensitz und das Betriebszentrum der Brunner Weinmanufaktur. Mittlerweile bewirtschaftet Mathias Brunner noch zwei weitere Weingüter: auf dem Eichberg am Sempachersee und beim Aargauer Schloss Trostburg.

Beide hat er selber angepflanzt. Auf insgesamt fünf Hektaren Rebfläche baut der innovative Winzer Trauben wie Riesling, Grüner Veltliner, Blaufränkisch, Zweigelt, Malbec, Sauvignon Blanc, Pinot Blanc, Pinot Noir, Merlot und Cabernet an. Sie bilden die Basis für seine finessenreichen, unkomplizierten Weine mit zeitgenössischem Geschmack wie auch für die charaktervollen, unverkennbaren Lagenweine mit ausgeprägter Terroir-Note. Dieses Jahr pflanzte Mathias Brunner weitere 80 Aren neuer Reben am Sempachersee an. Sein Ziel ist es, den Betrieb noch zu erweitern, um der Nachfrage gerecht zu werden.

Die Brunner Weinmanufaktur liegt in einem Gebiet, das ideale Voraussetzungen für das Werden hochwertiger Weine bietet: Das warme - teils vom Südwind geprägte - und im Winter kalte Klima trifft hier auf das gemässigte und oft feuchte Klima vom Atlantik. Die kühlen Winde aus dem Nordwesten sorgen für die frische Aromatik in den Weinen, das ausgeglichene Seeklima und die leichten, durchlässigen Moränenböden wiederum lassen die Trauben bis in den Spätherbst hinein voll ausreifen - eine Voraussetzung für komplexe Weine mit viel Frische, Finesse und Eleganz.

Vinifiziert werden sämtliche Trauben durch den Önologen selbst. Das geschieht temperaturgesteuert und nach Gesetzen der Gravitation (unterlassen von Pumpvorgängen), so dass Weine mit maximaler Fruchtfülle und Harmonie entstehen.

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