Basel-Stadt

Basel, das Kultur- und Handelszentrum am Rheinknie, war im Mittelalter und bis weit in die Neuzeit hinein auch ein Zentrum Schweizerischer Weinkultur. Trotz seiner nördlichen Lage kann der kleine Halbkanton auf eine traditionsreiche Geschichte im Weinbau zurückblicken. Die mittelalterliche Stadt konnte ihren Etat noch bequem mit den Einkünften aus verschiedenen Weinsteuern bestreiten.


In einem guten Weinjahr wie 1593 wurden in Grossbasel 10‘358 Saum und in Kleinbasel 4‘202 Saum Wein geerntet. Dies entspricht der heutigen Masse umgerechnet zirka 2 Million Liter Wein. In der Landschaft, den Untertanengebieten, wurde an jeder Lage, wo es immer möglich war, Wein angebaut. Gegen Norden nannten die Basler im Elsass und Markgräflerland auch noch kleine Rebflächen ihr Eigen. Bis heute haben auf dem Gebiet von Basel-Stadt jedoch nur noch zwei Rebberge überlebt. Der eine ist mit einer halben Hektare in Riehen im Schlipf und der zweite ist mit 700 m2 eher symbolisch in Basel.

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