Weine aus dem Luzerner Seetal

Im letzten Jahrhundert wurden in der Zentralschweiz Reben auf einer Fläche von 100 ha gepflegt. Durch das Auftreten von neuen Krankheiten wie Mehltau und Schädlingen wie der Reblaus sowie durch die vermehrten Importe aus dem Ausland begann eine Entwicklung, die zu einem fast vollständigen Verschwinden der Rebflächen führte.


Inzwischen hat der Kanton Luzern und Genossenschaften zusammen mit einer Reihe von privaten Pionieren grosse Anstrengungen unternommen, um den einheimischen Weinbau wieder zu beleben. Heute beträgt die Rebfläche in der Zentralschweiz wieder etwa 19 ha.

Das Luzerner Seetal ist dabei mit 45.8% der gesamten Rebfläche das grösste und traditionsreichste Weinbaugebiet des Kantons. Schützende Hügel und zwei Seen sorgen für ein ausgesprochen günstiges Klima. Der hohe Kalkanteil der Moränenböden verleiht den Weinen eine kräftige Struktur. In den fünf Weibaugemeinden Aesch, Altwis, Hitzkirch, Gelfingen, Ermensee und Hohenrain werden Weine produziert.

Im Luzerner Weinbau wurde mit der Einführung der AOC ein Meilenstein gesetzt. Mit der kontrollierten Ursprungsbezeichung können nun die Luzerner Weine mit den AOC-Weinen aus Frankreich und Italien verglichen werden.

Für die Qualitätssteigerung wurde nicht nur die AOC eingeführt, sondern von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald auch strenge Kontrollen eingeleitet.

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