Unfiltrierte Weine

Neue Formen der Weinbereitung haben in den vergangenen Jahrzehnten viele Anhänger gefunden und beginnen sich immer mehr durchzusetzen. So trifft man auf Weinetiketten vermehrt auch auf den Hinweis «unfiltriert», welcher zeigt, dass vor der Flaschenabfüllung keine Filtration des Weines erfolgte. Durch technische Filtration gelingt es innert kurzer Zeit, einen Wein von den Trubstoffen zu befreien und ihn rein und klar zu machen. Die Filtration hat aber nicht nur Vorteile. Weil die feinen Partikel und Schwebeteilchen auch Geschmacksträger sind, müssen Verluste von Aromastoffen in Kauf genommen werden.


Eine Filtration ist nicht zwingend, denn Wein lässt sich auch auf natürliche Weise klären. Um die Trubstoffe ohne Filtration zu entfernen, greift der Winzer einfach auf die physikalischen Grundsätze der Schwerkraft zurück. Die schwereren, sich absetzenden (sedimentierten) Trubteilchen, trennt er wieder und wieder, vom sich langsam klärenden Wein, ab. Der Prozess der Weinbereitung verlangsamt sich dadurch stark, deshalb können sich unfiltrierte Weine nur als absolute Besonderheit etablieren. Bei ungefilterten Weinen bildet sich zudem in der Weinflasche in der Regel mehr Depot als bei gefilterten. Auf die Qualität des Weines hat das Depot aber keinen Einfluss.

Für die unfiltrierte Füllung eignen sich ausschließlich Weine, die von ihrer Komplexität und Fülle leben. Das sind im Allgemeinen Rotweine und einige Weißweine, besonders Barrique-Weine. Einige dieser Spezialitäten haben wir für Sie in unser Sortiment aufgenommen und stellen Sie Ihnen nachfolgend gerne vor.

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